..on the road again..
Juli 30th, 2010Etwas mehr als ein Monat ist vergangen seid meinem letzten Eintrag, dies aus dem einfachen Grund, dass ich a: sehr viek unterwegs war, und B: dass es im Outback noch kein WiFi gibt.
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In Sydney verbrachte ich noch ein paar Tage bei Chris und ihren Freunden, bevor mich Mitch (das zweite Aussie-Snowboardtalent) eingeladen hat mit ihm nach Perth zu fliegen. Naja, Perth liegt ja nicht gerade um die Ecke…bin dann halt von der Eastcoast mal quer durch Australien in den erheblich wärmeren Westen geflogen und bei ihm in seiner Kackerlacken verseuchten Bude eingezogen. Er hat mir dann Perth gezeigt. Eine Millionenstadt die einem aber nie das Gefühl gab in einer Solchen zu sein. Sehr viele Parks, viele Gewässer zum gemütlich rumhängen, seine Familie kennengelernt und seine “etwas” gar rundliche Schwester die sich aus irgendeinem Grund Bob nennt…Das Nachtleben in Perth lässt sich auch sehen, ziemlich klein und übersichtlich, aber die Leute in Perth wissen schon wie mans krachen lässt. Nach 4 Tagen musste Mitch dann geschäftlich kurzfristig verreisen, was mich natürlich auch dazu brachte, mal wieder einen Flug zu buchen und 4 Stunden später nach Cairns zurück an die Eastcoast zu fliegen.
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Da angekommen, verbrachte ich mal wieder eine Nacht am Flughafen, da es halt unmöglich ist, um 3 Uhr morgens irgend in ein Hostel einzuchecken. Paar Stunden später packte ich meine Sachen um Gilliganshostel im Zentrum der kleinen Stadt aus. Endlich wieder Sommer (25-30 Grad), einen Pool, eine riesige Party und Bar-Area in welcher am Abend von Frauen-Oel-Kämpfen, über Livebands bis hin zu WM Liveübertragungen alles geboten wurde. Da durfte ich dann auch mitansehen wie England nach der EM 2000 mal wiedermal von einem Idiotenschirigespann aus dem Turnier geboxt wurde. Allerdings, wer solch Spiele abliefert hat es auch nicht anders verdient. Gewinn ich halt das Tippspiel bei Ron wieder nicht…..
In meinem Zimmer hab ich ein paar supercoole Leute kennengelernt mit denen die eine Woche in Cairns sehr schnell rum ging. Während dieser Zeit gingen wir auch an ein Reggae-Festival im Amphitheater von Kuranda. Ein Festival mitten im Regenwald, genial. Später hab ich mir dann einen Mazda-Camper-Van namens Betty gekauft. Mit dieser alten Mühle machten sich Katinka und Mya, 2 Deutsche aus meinem Zimmer in Cairns, und ich auf den Weg nach Port Douglas und Cape Tribulation. Von nun an hiess es, Campingplatz anstatt Hostel. Am Cape Tribulation haben wir uns diverse Strände angesehen, die nicht nur am Meer (oh wunder..), sondern auch direkt am Regenwald liegen. Wunderschön!! In kristallklaren Bergflüssen gebadet, Dschungelwalks gemacht und Katinka wurde von einem Emu gejagt, es war ziemlich was los…
Via Cairns, wos dann Abschied nehmen von Mya hiess, sind Katinka und ich in Richtung Outback gedüst. Via Milla Milla Falls gings nach Karumba an der nördlichen Küste Australiens. Wunderbar warm, viele lange Gespräche während der langen Fahrt durchs Nichts und millionen von toten Känguruhs. Ich glaub die sind
alle extrem suizidgefärdet und kurz vor dem Aussterben! Via Mt Isa gings nach Tennant Creek durch die Wüste des Northern Territory. Obwohl die Landschaft ziemlich kahl ist, hat sie dennoch extrem viel zu bieten. Meterhohe Termitenhügel, Dingos, riesige Adler, tote Kühe und sogar auch lebende Kängurus haben wir gesehen. Die Pflanzen verändern sich auch in Regelmässigen Abständen, von kahlem dürrem Gras über üppige Bäume bis hin zu abgebranter Stepe. Unterwegs trifft man auf den Free-Camping-Areas immer wieder nette Leute, die Meisten pensionierte Aussies die wie die Holländer mit ihren Caravans durch die Gegend gurken.
Natürlich ist unsere Betty auch mal kurzzeitig gestorben, dank der Hilfe von anderen Campern haben wir die Kiste aber wieder zum laufen gebracht und später in Tennant Creek von den grössten Abzockern Australiens “reparieren” lassen.
In Daly Waters gingen wir in ein berühmtes Outback-Pub. Voll behangen mit Unterwäsche, Geldscheinen, Ausweisen, Batches und und und…sieht extrem geil aus und macht diese Bude sehr gemütlich. Frühstück nach Cowboy Art gabs da für uns: 300 Gramm Rumpsteak, 2 Spiegeleier mit Toast…und das morgens um 9. Mir war danach gar nicht nach “Auf-in-den-Tag” zumute, eher “Ab-zurück-ins-Bett”…
Via Kakadu Nationalpark, wo wir in Pools von Wasserfällen gebadet, in Hotsprings aufgewärmt (ja in Zentralaustralien wirds saukalt..) und viele schöne Aussichten genossen haben, sind wir dann nach Darwin zurück in den Sommer gereist. An der Esplanade gefrühstückt, in der künstlichen Lagune mit Wellenmaschine abgekühlt, in den Bars ein paar Bier getrunken und um 5 Uhr morgens fast aus einer Solchen geworfen worden. Allerdings nicht weil wir so voll waren oder randaliert hätten, Katinka ist während des WM Spiels Deutschland – Uruguay nach 30 min eingepennt. Grundgenug uns zu beten doch bitte zu gehen…Auf der Strasse hat mir dann ein Fischer ein tiptop funktionierendes TomTom GPS Gerät für ganze 20 Dollar angeboten. Er wolle es nicht mehr und probiere seine ganzen Habseeligkeiten zu verkaufen, Deal, gekauft!!
In Darwin haben wir ein paar Mal wild gecampt auf öffentlichen Parkplätzen, aber ohne grosse Probleme. Einmal am Montagmorgen von einem netten Security verwarnt worden, dass es denn beim nächsten Mal 150$ Busse pro Person gäbe…aber ansonsten no problem.
Hier habe ich es auch endkich geschafft mal zum Arzt zu gehen. Meine ca 7 entzündeten Moskitostiche welche sich alle zu Vulkanähnlichen 4mm grossen und ziemlich tiefen Löchern entwickelt haben plus 2 entzündete Finger nach dem Affenbiss in Bali haben mich dazu bewogen…2 Minuten Sprechstunde, ein Rezept für Antibiotika = 70$!!! Naja, immerhin wieder gesund und Katinka muss mich nicht mehr täglich verarzten.
Von Darwin aus sind wir dann in den Litchfield Nationalpark gegangen, wo wir Lookouts erklommen und nochmals in Waterfalls gebadet haben. Einfach genial!! Unzählige Fliegen machten das Abendessen draussen etwas schwierig, aber die ca 10 Känguruhs auf der Wiese beim Campingplatz machten diese nervigen Fliegen fast vergessen.
Die Devils Marbles waren ebenfalls sehr beeindruckend, riesige Steinmurmeln die einfach so in der Wüste rumliegen. Googelt die Devils Marbles mal..fantastico!!
Nach weiteren 1000km sind wir dann in Alice Springs angekommen und dann leider auch etwas länger geblieben als geplant. Der so hervorragend repatierte Starter unserer Betty war schon wieder am Arsch!! Fuck, natürlich an einem Sonntag. Immerhin konnten wir am Montag weiter und vis die West Mc Donald Ranges zum Ayers Rock, der Aboriginesstätte schlechthin. Hierzu sei noch kurz gesagt, dass Aborigines alles ziemlich hässliche Alkoholiker sind und abartig stinken. Ohne Witz, die saufen sich täglich die Hucke voll und mit Hygiene habens die irgendwie nicht so!! Egal, der Ayers Rock war genial!! Wunderschön und beeindruckend wie dieser rote Fels im Nichts aus dem Boden ragt. Kata Tjuta haben wir uns auch angesehen bevors dann zum Kings Canyon ging. Eine 3 stündige Wanderung führte uns durch den Grand Canyon Australiens. Abartig geil und für mich noch fast spektakulärer als der Ayers Rock!! Die ganzen Felsschichten und Felswände in verschiedenen rötlichen Farbtonen, herrlich!!
Tja und dann gings via Glendambo nach Adelaide. Als wir losgefahren sind, hat mich das TomTom Gerät freundlich darauf hinfewiesen, dass ich nach 1016 Kilometern bitte links abbiegen soll….In Adelaide sind wir nur kurz geblieben. Ein Rundgang durch die Stadt, ein Abendessen mit paar Bier im Irish-Pub und die erste Parkbusse die ich wie von zu Hause gewohnt sofort zerrissen habe.
Auf dem Weg zur Great Ocean Road ganz im Süden, haben wir auf einem Campingplatz einen aktiven, herumlaufenden und kletternden Koalabären gesehen. Damit ist also definitiv belegt, dass die nicht nur in Bäumen rumhängen, fressen und schlafen!!
Und dann Great Ocean Road, das letzte Highlight unserer Reise durch Australien. London Bridge, die 12 Apostel, superschöne Buchten und wohl eine der schönsten Strassen der Welt bildeten den Abschluss bevors nach Melbourne ging, der letzten Station meiner Reise. Katinka ist leider gestern schon abgereist. Wir hatten eine geniale Zeit auf kleinstem Raum in unserem Van, 10500km ohne Langeweile, viele Gespräche, viel zum Lachen, Nachdenken und viiiiiiel zum geniessen. War fantastisch dieser Trip!!!
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Die ganzen Eindrücke lassen sich auch kaum richtig weder beschreiben, noch fotografieren. Die unendliche Weite des Outbacks, man muss es erlebt haben. That’s Australia!!!
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So, viel mehr kommt mir gerade nicht mehr in den Sinn. Bin noch 2 Wochen in Melbourne bevors dann zurück in die Schweiz geht. Dass ich mich darauf wirklich freue würde ich jetzt nicht behaupten…naja…Bevor ich zurück komme gibts sicher noch einen Blog über Melbs…so stay tuned!!
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Cheers!







